Tiefbrunnen Mainzlar erfolgreich saniert

Brunnen sichern Versorgung

Verbandsversammlung Zweckverband Lollar-Staufenberg / Sanierung und Wasserrechte / Jahresabschluss 2018 geprüft

Die Tiefbrunnen in Mainzlar stellen die Wasserversorgung im Verbandsgebiet sicher. Tiefbrunnen eins steht noch zur Sanierung an.
(Archivfoto: Wisker)

LOLLAR (sle).  Jochen Becker, Geschäftsführer des Zweckverbands Lollar/Staufenberg (ZLS), erklärte in der Verbandsversammlung, dass die Projekte "Sanierungsmaßnahmen an den Brunnenlagen" und "Wasserrechtsverfahren für die Grundwasserentnahmen" substanziell für den Betrieb Wasserversorgung des ZLS seien. "Mit der Umsetzung dieser Projekte werden für die nächsten Jahrzehnte die Grundlagen gelegt, mit eignen Gewinnungsanlagen die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet sicherzustellen", sagte er. Dr. Till Rubbert (Ingenieurbüro Bieske und Partner) sprach über die bisherigen Maßnahmen.

2019 wurde mit dem Tiefbrunnen zwei in Mainzlar das wichtigste Standbein zur Eigenversorgung des ZLS erfolgreich saniert. Weitere Grundwassergewinnungsanlagen werde man sukzessive überprüfen und Maßnahmen konzipieren, erklärte Rubbert. Priorität 2019/2020 habe der Tiefbrunnen eins in Mainzlar, bereits zuvor sei der Brunnen in Odenhausen/Lahn gereinigt worden. Die konsequente Einhaltung und Optimierung des Bestandes, die Absicherung der Versorgung, besonders vor dem Hintergrund zunehmend schwieriger Rahmenbedingungen, wie Trockenheit, große Hitze und andere Extremereignisse, sei eine besondere Aufgabe, der man sich stelle. Neben technischen Voraussetzungen seien auch formale Grundlagen zu erneuern, und die Wasserrechte für Odenhausen und Mainzlar müssen 2020 neu erarbeitet werden.

Peter Moldenhauer, Vorsitzender der Verbandsversammlung, berichtete, dass die Wirtschaftsprüfgesellschaft Bechthold und Bechthold aus Wetzlar den Jahresabschluss 2018 geprüft und einen Schlussbericht angefertigt hat. Die Mitglieder nahm Kenntnis davon und erteilten der Verbandsversammlung Entlastung. Beim Betrieb Wasserversorgung wurde der Jahresüberschuss 2018 von 458,23 Euro auf neue Rechnung genommen, beim Betrieb Abwasser der Jahresüberschuss 2018 von 76 180,16 ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen. Beim Betrieb Kanal werden aus dem Jahresüberschuss 2018 von 166 717,57 Euro insgesamt 100 000 Euro in die allgemeine Rücklage eingestellt, der restliche Betrag von 66 717,57 auf neue Rechnung vorgetragen. Alle diese Beschlüsse fielen einstimmig.

Dann erläuterte Geschäftsführer Jochen Becker die Beteiligung an der KEAM (Kommunale Energie aus der MITTE GmbH Kassel). Die bestehenden Stromverträge des ZLS waren in den Laufzeiten befristet. Neben der erneuten Ausschreibung der Stromlieferleistungen kam als alternatives Beschaffungsmodell der Beitritt in eine Beschaffungs-GmbH in Frage. Diesem Beschaffungsmodell - dem Beitritt des ZLS in die KEAM als Gesellschafter - hatte die Verbandsversammlung in ihrer Sitzung am 6. Juni bereits zugestimmt. Der Beteiligungsbeschluss der Verbandsversammlung wurde der Aufsichtsbehörde beim Landkreises Gießen mit Schreiben vom 12. Juni 2019 angezeigt. Die Aufsichtsbehörde bestätigte am 15. Juli, dass keine Bedenken an der Beteiligung bestehen. Die Verbandsversammlung nahm die Rückmeldung der Aufsichtsbehörden zur Kenntnis.

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