Verbandsversammlung am 14.11.2018


Auszug aus der Gießener Allgemeinen vom 19.11.2018

Peter Moldenhauer aus Staufenberg ist der neue Vorsitzende der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg. Er wurde zum Nachfolger von Johannes Fuhrmann (†) einstimmig gewählt. Der Prüfbericht über den Jahresabschluss 2017 des ZLS ergab keine Beanstandung, richtige Lageeinschätzung der Betriebsleitung und keine nennenswerten Risiken. Der Jahresfehlbetrag von insgesamt 102 000 Euro wird als Verlustvortrag in das Geschäftsjahr 2019 eingestellt.

Der stellvertretende Vorsitzende Gerald Weber wollte wissen, wie künftig der Klärschlamm entsorgt werden solle. ZLS-Geschäftsführer Jochen Becker sagte, dass derzeit der Schlamm nach Frankfurt zum Verbrennen gebracht werde. Im Landkreis Gießen soll eine zentrale Verbrennungsanlage für Klärschlamm entstehen, die dabei entstehende Wärme genutzt werden. Auch soll der enthaltene Phosphor zur Düngergewinnung genutzt werden.

Schmutzwassergebühr sinkt

Die Kreiskommunen seien aufgefordert, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Becker sagte: »Wir sollten uns in dem Konsortium engagieren«. Allerdings werde die Genehmigungs- und Bauzeit dieser Anlage wohl bis zu sechs Jahren dauern. Im ersten Quartal 2019 werde der ZLS über den Beitritt entscheiden, sagte Becker.

Eine andere Frage bezog sich auf vorhandene Anpassungsstrategien bezüglich des Klimawandels. In Baugebieten wie dem Schautanz (Mainzlar) werde der Kanal im Trennsystem für Schmutz- und Regenwasser gebaut. An besonders gefährdeten Stellen im Straßenbestand könnten Hochbordsteine gesetzt werden, sagte Becker.

Becker informierte über die Zahlen des neuen Haushalts 2019. Die Verbrauchsgebühr Wasser bleibt gleich (1,86 Euro/Kubikmeter). Die Grundgebühr Wasser steigt von 5,25 auf 6,25 Euro/Monat. Die Gebühr Schmutzwasser sinkt von 2,32 auf 2,26 Euro/Kubikmeter. Die Gebühr Niederschlagswasser sinkt von 61 auf 59 Cent/Kubikmeter. Das bedeutet auf der Jahresrechnung faktisch ein Nullsummenspiel.

Auszug aus dem Gießener Anzeiger vom 17.11.2018

LOLLAR (sle). Durch den Tod von Johannes Fuhrmann war der Vorsitz der Verbandsversammlung des Zweckverbandes vakant geworden. Die Versammlung wählte nun in ihrer Sitzung Peter Moldenhauer einstimmig in diese Position.  Dann gab Wirtschaftsprüfer Reinhard Kuck den Prüfungsbericht über den Jahresabschluss 2017. Aufgelöst werden Beträge von 200.000 Euro für Kanalsanierungen und Kanaluntersuchungen die als zweckgebundene Rücklage in den Jahren 2015/2016 eingestellt wurden. Sie werden der allgemeinen Rücklage zugeführt. Dann stand der Entwurf des ersten Nachtragses zum Wirtschaftsplan 2018 an. Im Erfolgsplan wurde er mit einem Ertrag von 5.792.279,10 Euro festgesetzt, und im Aufwand mit der gleichen Summe. Der Vermögensplan sieht die Festsetzung sowohl bei den Einnahmen mit 3.945.858, 21 Euro, als auch bei den Augaben vor.  Die veranschlagten Darlehen für Investitionen im Betrieb Wasserversogung vermindern sich von 1.535.000,00 Euro um 612.000,00 Euro auf dann 923.000,00 Euro. Investionen bei den Betrieben Abwasser und Kanal werden aus eigenen Mitteln finanziert. Der Höchstbetrag der Kassenkredite im Wirtschaftsjahr 2018 wird unverändert auf 50.000,00 Euro festgesetzt. Zu Maßnahmen, die 2018 in Angriff genommen wurden, gehört vor allem der Tiefbrunnen in Mainzlar.

Dann gab Geschäftsführer Jochen Becker einen Ausblick auf die Gebühren 2019. Die Wasserverbrauchsgebühr ändert sich nicht. Die Wassergrundgebühr steigt um einen Euro von 5,25 auf dann 6,25 Euro, die Schmutzwassergebühr wird um sechs Cent gesenkt, von 2,32 Euro  2018 auf dann 2,26 Euro 2019, und eine Senkung um 2 Cent gibt es auch bei der Gebühr für Schmutzwasser auf dann 0,59 Euro, so dass sichErhöhung und Senkung im Endergebnis nahezu  ausgleichen, wie Becker erklärte.2019 erwartet man Einnahmen von 4.969.229,00 Euro, was gegen über dem Vorjahr eine Reduzierung der Gebühren von 26.617,00 Euro bedeutet.

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