Baubeginn - Am alten Bahnhof in Lollar
Auszug aus dem Gießener Anzeiger vom 02.07.2011
Start frei für neues Projekt "Am alten Bahnhof"
In Lollar entsteht neuer Markt - Erschließung ab Montag
LOLLAR (sl). „Ich bin so glücklich, dass wir das Ganze nun verwirklichen können“, dies erklärte Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek auf dem Gelände des „Alten Bahnhofs“ in der Kernstadt Lollar, wo am Montag mit den Erschließungsarbeiten begonnen wird. Bereits im Vorgriff hatte die Stadt vorhandene Gebäude abgerissen. Viereinhalb Jahre dauerten die Vorbereitungen, dann konnten die Stadtverordneten den Auftrag vergeben. Der Handelsring „Edeka“ wird hier einen Einkaufsmarkt auf dem ehemaligen Grundstück des Güterbahnhofes bauen.
Bei der Pressekonferenz waren neben Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek , Geschäftsführer Jochen Becker vom Zweckverband Lollar/Staufenberg (ZLS), Diplom-Ingenieur Hans-Jürgen Tiefau vom Büro Zick-Hessler, Christoph Lauber aus Dillenburg von der bauausführenden Firma, Dieter Jünger als Projektkoordinator der Stadt, Gerd Antonowitsch vom Bauamt, Marcel Dossou von der „Sozialen Stadt“ sowie Stadtverordnetenvorsteher Horst Klinkel anwesend.
Im Rahmen der Erschließungsarbeiten werden im Bereich „Am alten Bahnhof“ zusätzliche Kurzzeitparkplätze errichtet. Der Ausbau der Straße erfolgt grundhaft, es gibt dabei einen komplett neuen Straßenunterbau, und auch die Parksituation wird neu geordnet. Im vorderen Bereich entstehen Gehwege, im hinteren erfolgt ein verkehrsberuhigter Ausbau, wobei parallel zum vorhandenen Gleis der Lumdatalbahn der Rad-/Gehweg ebenfalls neu angelegt wird. „Aufgrund der hydraulischen Belastung der Kanalsituation des Stadtkerns haben wir uns zur Erschließung des Einkaufsmarktes für einen Kanalstauraum entschieden“, erklärte Hans-Jürgen Tiefau vom Ingenieurbüro Zick-Hessler. Hierbei wird das anfallende Oberflächenwasser zunächst in dem Kanalstauraum gesammelt und dann in gedrosselter Form dem Kanalnetz Lollar zugeführt. Somit wird verhindert, dass sich die Abflussverhältnisse gegenüber der derzeitigen Situation verschlechtern. Nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung wurden die Arbeiten an die Firma Lauber in Dillenburg vergeben, dessen Inhaber Christoph Lauber erklärte, dass solche Projekte oft an den Eigenbeteiligungen der Gemeinden scheitern. Die gesamten Herstellungskosten betragen rund eine Million Euro, auf den städtischen Teil erhält Lollar 70 Prozent an Fördergeldern, die aus Töpfen des Programms „Soziale Stadt“, des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“, dem „Ministerium für Landesentwicklung Hessen“ sowie dem Bundesverkehrsministerium kommen. 30 Prozent trägt die Stadt Lollar.
Edeka will Ende September mit dem Bau beginnen und im April 2012 den Markt eröffnen.

Am Montag beginnen die Erschließungsarbeiten im Bereich „Am Alten Bahnhof“, wo die Firma Edeka einen Einkaufsmarkt errichten wird. Darüber freuten sich (von links) Horst Klinkel, Hans-Jürgen Tiefau, Christoph Lauber, Bürgermeister Wieczorek, Jochen Becker, Dieter Jünger, Gerd Antonowitsch und Marcel Dossou. (von links) Foto: Scherer
Auszug aus der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 01.07.2011
Entwicklungsprojekt in Lollar startet
Zunächst Erschließungsarbeiten »Am alten Bahnhof «
Lollar (age). Nach viereinhalb Jahren Vorbereitungszeit werde »Am alten Bahnhof« ab Montag ein umfangreiches städtebauliches Entwicklungsprojekt in die Tat umgesetzt. Das sagte Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek am gestrigen Ortstermin. Zunächst würden die Tiefbauarbeiten vorgenommen.
Wegen der hydraulischen Belastung der Kanalisation im Stadtkern werde zur Erschließung des geplanten »Edeka«-Einkaufsmarktes ein Kanalstauraum mit 200 Kubikmetern Fassungsvermögen gebaut, erklärten Hans-Jürgen Tiefau vom Planungsbüro Zick-Heßler und Jochen Becker vom Zweckverband Lollar-Staufenberg (ZLS). Man habe - auch in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn - eine vernünftige Lösung gefunden. Die Straße werde grundhaft erneuert. Dabei würden im vorderen Bereich beidseits Kurzzeitparkplätze entstehen, der hintere Teil werde verkehrsberuhigt. Erneuert würden auch die Versorgungsleitungen von ZLS, »E.ON« und Telekom. Parallel zum vorhandenen Gleis der Main-Weser-Bahn werde ein neuer Radweg angelegt.
Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Lauber aus Dillenburg. Die gesamten Herstellkosten betragen insgesamt rund eine Million Euro. 70 Prozent davon werden durch Fördergelder finanziert: von der Europäischen Union, aus Mitteln des Projekts »Soziale Stadt«, vom Stadtentwicklungsprogramm des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Dr. Wieczorek dankte den städtischen Gremien für deren Geduld und Vertrauen, ebenso den Eigentümern, die Teile ihrer angrenzenden Grundstücke abgegeben hätten. Jeden Montag sei um 14 Uhr Baustellen-Sprechstunde. Anwohner könnten sich auch an Marcel Doussou im »i-Punkt« wenden.
»Am alten Bahnhof« in Lollar beginnen am Montag die Erschließungsarbeiten für ein städtebauliches Entwicklungsprojekt. (Foto: Geck)





