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Verbandsversammlung vom 18.05.2011Verbandsversammlung vom 18.05.2011

Auszug aus der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 20.05.2011

Frühwarnsystem für die Mainzlarer Tiefbrunnen eingerichtet
Konstituierende Sitzung des Zweckverbandes Lollar/Staufenberg: Ursachen der wochenlangen Verkeimung erörtert

Lollar/Staufenberg (vh). In der konstituierenden Sitzung des Zweckverbandes Lollar/Staufenberg (ZLS), dem die Kommunen Lollar, Staufenberg und Wettenberg angehören, für die Legislaturperiode 2011 bis 2016 in der ZLS-Betriebszentrale in Lollar wurde der Vorstand für die Verbandsversammlung gewählt. Als Vorsitzender fungiert weiterhin Johannes Fuhrmann (Staufenberg), seine beiden Stellvertreter sind Udo Werner (Wettenberg) und Norman Speier (Lollar). Schriftführer ist Jochen Becker (Lollar), sein Stellvertreter Bernd Braun(Staufenberg). Als ZLS-Vertreter für die Verbandsversammlung der ekom21 – KGRZ Hessen wurden ebenfalls Jochen Becker und sein Stellvertreter Bernd Braun gewählt.

Haushaltssicherungskonzept zumWirtschaftsplan beschlossen

Das Haushaltssicherungskonzept zum Wirtschaftsplan 2011 wurde einstimmig beschlossen und damit an die Dezember-Sitzung von 2010 angeknüpft. Damals sollte der Wirtschaftshaushalt für 2011 beschlossen werden, und darin stand ursprünglich eine Gebührenanhebung ab 1. Juli 2011 für Frischwasser von fünf Cent beim Kubikmeterpreis und um einen Euro bei der monatlichen Grundgebühr. Anderenfalls hätte man den neuen Haushalt mit einem Fehlbetrag von 80000 Euro abgeschlossen.
Aufgrund eines Antrags aus den Reihen der Versammlung wurde dieses Ansinnen des Verbandsvorstandes erfolgreich abgeblockt und stattdessen im Plan 2011 die Suche nach einer fünfprozentigen Kostenreduzierung festgezurrt. Mittlerweile wurde sogar ein Haushaltssicherungskonzepts umgesetzt, sodass nunmehr noch ein Gebührenfehlbetrag von rund 30000 Euro für das laufende Wirtschaftsjahr übrig bleibt. Mit dem Zusatzargument, dieser stark reduzierte Fehlbetrag gelte außerdem als Vorbelastung für die Gebührenkalkulation des Haushaltes 2012, hofft ZLS-Geschäftsführer Jochen Becker, die Zustimmung der Kommunalaufsicht für den Haushalt 2011 zu erreichen. Versammlungsmitglied Ernst Hardt machte den Vorschlag, er würde in seiner Eigenschaft als Stadtverordnetenvorsteher gerne die jährliche Bürgerversammlung dazu nutzen, Geschäftsführer Becker über dieWasserpreisgestaltung informieren zu lassen. Und er schlug seinem parlamentarischen Amtskollegen in Lollar, Horst Klinkel, vor, ebenso in Lollar zu verfahren. Darüber wurde allerdings nicht abgestimmt. Der Verbandsvorstand nahm Hardts Vorschlag indes zur Kenntnis.

Hinsichtlich derVerkeimung gibt es immer noch Untersuchungen

Johannes Fuhrmann wollte von Becker wissen, ob es mittlerweile einen Schuldigen gebe für die wochenlang andauernde Verkeimung und Verschlammung des Trinkwassers nach Weihnachten. Prinzipiell sei wohl das lang anhaltend und recht hoch gestiegene Lahnhochwasser schuld, aber woher die Keime sich ableiteten, werde zwar noch untersucht, jedoch sei kaum mit einem wirklich eindeutigen Ergebnis zu rechnen, bedauerte Becker. In die beiden Mainzlarer Tiefbrunnen soll jetzt ein Hochwasser-Frühwarnsystem eingebaut werden. Becker warnte vor unnötigem »Aktionismus«, etwa dem Bohren eines weiteren Brunnens, weil dieser Extremfall eines Hochwassers der erste während seiner ZLS-Geschäftsführerzeit (ab 1994) gewesen sei. Fuhrmann lobte die Bemühungen von Beckers Mannschaft um schnelle Schadensbegrenzung und meinte, »wir haben viel Glück gehabt, dass in unserem Gebiet lange nichts Ähnliches passiert ist«.

Auszug aus dem Gießener Anzeiger vom 20.05.2011

Höhere Wassergrundgebühr erst 2012
Zweckverband Lollar Staufenberg verschiebt Griff in die Taschen der Bürger um ein Jahr

LOLLAR (sl). Dr. Bernd Wieczorek, der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lollar/Staufenberg (ZLS), eröffnete die konstituierende Sitzung, die mit der Wahl des Vorsitzenden der Verbandsversammlung begann. Johannes Fuhrmann (Staufenberg), der seit Bestehen des ZLS diese Position ausfüllt, wurde vorgeschlagen und anschließend einstimmig gewählt. Er ist bereits seit elf Jahren in diesem Amt.
Als seine Stellvertreter wurden ebenso einstimmig Norman Speier (Lollar) und Udo Werner (Wettenberg) bestimmt. Geschäftsführer Jochen Becker ist Schriftführer und Bernd Braun sein Stellvertreter. Beide wurden auch als Vertreter (Becker) beziehungsweise Stellvertreter (Braun) für die Verbandsversammlung des KIV Hessen gewählt.
Dann ging es um die Beratung und Beschlussfassung über das Haushaltssicherungskonzept zum Wirtschaftsplan 2011. Dazu erklärte Dr. Wieczorek, dass im Vorfeld das Sicherungskonzept beraten wurde.
Um einen Fehlbetrag von 30 000 Euro aufzufangen, könnte eine vorgeschlagene Erhöhung der Grundgebühr von einem Euro im Bereich der Wasserversorgung greifen. Diese würde aber keine Zustimmung finden, erklärte er.
Der Vorstand hatte sich dann Gedanken gemacht und war zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Ausgleich im Wirtschaftsplan erzielt werden könne. Ohne die vorgeschlagene Erhöhung verbleibt ein Gebührenfehlbetrag von rund 30 000 Euro.
Dieser liegt aber um 50 000 Euro unter dem ursprünglichen Fehlbetrag von rund 80 000 Euro. Mit der Kommunalaufsicht wurde dieser Sachverhalt von der Geschäftsführung eingehend erläutert. Dabei wurde eine Zustimmung zu der Vorgehensweise unter der Voraussetzung in Aussicht gestellt, dass mit der Beschlussfassung zum Konsolidierungskonzept ohne Gebührenerhöhung, gleichzeitig beschlossen wird, den Fehlbetrag von 30 000 Euro bei der Gebührenfestsetzung für 2012 kalkulatorisch zu erfassen.
Einstimmig votierten die Mitglieder für das Haushaltssicherungskonzept ohne die ursprünglich darin vorgesehene Erhöhung der Grundgebühren im Bereich der Wasserversorgung zum 1. Juli 2011. Weiter beschloss die Verbandsversammlung den Fehlbetrag in Höhe von rund 30 000 Euro im Bereich Wasserversorgung bei der Gebührenfestsetzung für 2012 auszugleichen.
Der Wirtschaftsplan sieht demnach im Erfolgsplan einen Ertrag von 5 669 198,90 Euro und einen Aufwand von 5 6 99 272,99 Euro vor. Im Vermögensplan stehen sich Einnahmen von 3766636,10 Euro und bei den Ausgaben die gleiche Summe gegenüber.
Dazu kam ein Vorschlag aus der Versammlung, dass man in einer Bürgerversammlung die Wasserpreisgestaltung erklären solle, um dem Bürger dies verständlich zu machen.
Ein Lob gab es anschließend von Roland Ehmig, der sich erfreut darüber zeigte, dass die losen Kanaldeckel in Treis umgehend vom ZLS in Ordnung gebracht wurden. Auch eine Anfrage, ob Gefahr drohe, dass das Trinkwasser bei der derzeitigen Trockenheit ausgehe konnte Becker verneinen, da die Brunnen aus einer großen Tiefe das Wasser fördern.

 


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