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Weltwassertag 2010Weltwassertag 2010

Reines Wasser für eine gesunde Welt

Pressemitteilung des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg
zum Weltwassertag 2010:


Hohe Wasserqualität in Lollar und Staufenberg
Kunden können zum Schutz des Wassers in unserer Region beitragen

Lollar, 22. März 2010 – Der Tag des Wassers 2010 steht unter dem Motto "Reines Wasser für eine gesunde Welt". Die Vereinten Nationen haben dieses Thema auch gewählt, weil die Nutzung des Wassers für den Menschen oberste Priorität hat und deswegen größte Anstrengungen erforderlich sind, um das Wasser sauber zu halten.
„Das Trinkwasser in Lollar und Staufenberg hat eine hohe Qualität. Es entspricht den strengen Vorschriften der Trinkwasserverordnung“, sagte Herr Jochen Becker, Geschäftsführer des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg (ZLS). „Unsere Kunden können zur Sicherung der hohen Wasserqualität einen Beitrag leisten: Es ist zum Beispiel sinnvoll, Wasch- und Reinigungsmittel sparsam zu dosieren. Waschmittel enthalten Stoffe, die unser Wasser belasten. Schon durch das exakte Dosieren, entsprechend dem Verschmutzungsgrad der Wäsche und dem Härtebereich des Wassers, kann man eine unnötige Umweltverschmutzung vermeiden und außerdem den Geldbeutel schonen. Informationen über den Härtebereich Ihres Trinkwassers erhalten Sie beim ZLS“, führte Herr Becker weiter aus.
Reste von Lösungsmitteln, Pflanzenschutzmitteln, Fotochemikalien, Kosmetika, Holzschutzmitteln sowie Batterien, Farben und Lacke gehören in den Sondermüll und nicht ins Abwasser, wo eine Entfernung später aufwändig und teuer ist. „Man sollte schon beim Einkauf überlegen, ob es nicht umweltfreundlichere Alternativen gibt, beispielsweise lösemittelfreie Farben oder wiederaufladbare Akkus, betonte Herr Becker.
Rund um das diesjährige Thema des Weltwassertages „Reines Wasser für eine gesunde Welt“ veranstaltet der ZLS einen „Tag der offenen Tür“. Dieser wird am 11. September 2010 auf dem Gelände der Betriebszentrale in Lollar stattfinden.

Weitere Informationen zum Weltwassertag

Der Tag des Wassers 2010 erinnert daran, dass sauberes Wasser eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit und Entwicklung der Menschen ist. Flüsse und andere Gewässer werden weltweit als natürliche Entwässerungskanäle benutzt, was eine schwerwiegende Bedrohung der öffentlichen Gesundheit seiner Anwohner und Nutzer darstellt. Da Flüsse in vielen Gegenden zum Baden, Waschen sowie zur Trinkwasserentnahme dienen, schließt sich hier ein verhängnisvoller und lebensbedrohlicher Kreislauf. Entsprechend dem Motto des Weltwassertages 1999 „Everyone Lives Downstream – Jeder lebt stromabwärts“ wird die Verringerung der massiven Gefährdung durch verschmutztes Trinkwasser immer dringlicher. Dazu ist sowohl eine überregionale als auch eine übernationale Zusammenarbeit der jeweiligen Flussanlieger zum Schutz der Wasserressourcen und der Gewässer erforderlich. Zumal die hohe Zahl an grenzüberschreitenden Seen, Grundwasservorkommen und Feuchtgebieten zusätzlich ein nicht zu unterschätzendes Konfliktpotenzial in sich birgt.

Der Tag des Wassers geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 22. Dezember 1992 zurück und steht im Einklang mit den Empfehlungen der Agenda 21 zu den Süßwasserressourcen. Die Resolution fordert alle Staaten auf, im Rahmen des Weltwassertages konkrete Aktivitäten zu ergreifen, um die Öffentlichkeit auf den Wert des Wassers aufmerksam zu machen. Er wird jedes Jahr am 22. März begangen. Der erste Tag des Wassers stand 1994 unter dem Motto „Caring for our water resources is everyone's business” – Es ist jedermanns Aufgabe, unsere wertvolle Ressource Wasser zu schützen”.

Wasser – Segen versus Gefahr
Das „Blaue Gold“ ist für das Überleben des Menschen unverzichtbar, ein Mensch kann nur wenige Tage ohne Wasser überleben. Heute leben weltweit 1,2 Milliarden Menschen ohne einen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Doch ebenso wichtig wie die ausreichende Quantität ist dessen Qualität. Verschmutztes Trinkwasser und schlechte Wasserqualität sind die Ursache für viele Krankheiten. Dass derzeit mehr als 2,5 Milliarden Menschen nicht über sanitäre Einrichtungen oder zumindest einfache Latrinen verfügen, führt dazu, dass in den Entwicklungsländern ca. 90 Prozent der häuslichen Abwässer ungeklärt in die Gewässer gelangen. Dazu kommen die Abwässer der Industrie, die dort zu ca. 70 Prozent ungeklärt die Gewässer erreichen. Die Folge: Täglich sterben weltweit rund 5000 Kinder an verunreinigtem Wasser, viele Menschen leiden und sterben an Durchfallerkrankun-gen. Verschmutzte Gewässer sind zudem die Brutstätte einer Vielzahl von Krankheitsüberträgern (beispielsweise Malaria-Stechmücken und Wurmparasiten). 500 Millionen Menschen sind von der Malaria betroffen, jedes Jahr fordert sie fast eine Million Todesopfer.

Die Zeit drängt, die Probleme nehmen jeden weiteren Tag zu.
Die zentrale Herausforderung der Wasser- und Sanitärversorgung liegt in den geringen Versorgungsgraden der armen Haushalte. In der Region südlich der Sahara haben beispielsweise mehr als 42 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, 63 Prozent leben ohne angemessene Sanitärversorgung. Der Handlungsbedarf für die Völkergemeinschaft ist erkannt, daher haben sich im Jahr 2000 189 Staaten in der Milleniums-Erklärung dafür ausgesprochen, bis 2015 das Ziel einer Halbierung der Anzahl von Menschen ohne Trinkwasserzugang bzw. ohne geordnete Abwasserentsorgung zu erreichen. Doch sind die ehrgeizigen Milleniums-Entwicklungsziele nicht nur mit außerordentlichen Anstrengungen verbunden, sie eröffnen natürlich auch Chancen. Ob angepasste Technologien oder gut ausgebildete Nachwuchskräfte, die Aussichten für deutsches Know-how im Ausland sind weiterhin gut. Zwecks Information vorab gibt es vielfältige Informations- und Kooperationsmöglichkeiten mit einschlägigen Ansprechpartnern, hier und vor Ort. Dazu zählen staatliche Institutionen, die über Möglichkeiten der Außenwirtschaftsförderung informieren, genauso wie die Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, KfW, DED etc.). Weiter-hin bieten zahlreiche Organisationen Programme an, die Nachwuchskräften einen Einstieg in die Entwicklungszusammenarbeit der Bereiche Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft ermöglichen.

Weitere Informationen zum Weltwassertag finden Sie unter http://www.worldwaterday2010.info/.


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