Wasserrohrbruch an CBES
Auszug aus der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 19.12.2009
Staufenberger Weg vereist und gesperrt / Warnmeldungen im Rundfunk
Wasserrohrbruch nachts rasch behoben
Bedienstete des ZLS und Fachfirma aus Lohra leisteten an der CBES ganze Arbeit
Lollar/Staufenberg (mb). Das war ganze Arbeit, muss den Beteiligten an der Beseitigung eines Wasserrohrbruchs bescheinigt werden, der in der Nacht zum Freitag für den Staufenberger Weg in Lollar nahe der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) gemeldet wurde. Gegen 0.30 Uhr war entdeckt und der Polizei in Gießen über die Leitstelle gemeldet worden, dass Wasser über den Staufenberger Weg fließt und sofort friert. 20 Minuten später war die Bereitschaft des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg (ZLS) an Ort und Stelle. Die Fachfirma Barth aus Lohra ließ gleichfalls nicht auf sich warten. Von der Straßenmeisterei in Buseck wurde die Sperrung des Staufenberger Weges veranlasst. Um 4 Uhr war der Rohrbruch repariert, um 9 Uhr die aufgebaggerte Schadstelle im Gehweg wieder geteert. Über die Ätherwellen hörten Verkehrsteilnehmer schon frühmorgens, dass der Staufenberger Weg bis auf Weiteres nicht befahren werden kann. Gegen 10 Uhr hieß es: Freie Fahrt.
Noch am Mittwochabend hatte der Geschäftsführer des ZLS, Jochen Becker, in der Sitzung der ZLS-Verbandsversammlung in Lollar mitgeteilt, dass in diesem Jahr im Verbandsgebiet 64 Wasserrohrbrüche geortet und behoben werden mussten (die AZ berichtete in der gestrigen Ausgabe). Selbstverständlich konnte er nicht ahnen, was sich etwa 29 Stunden später im Staufenberger Weg zutragen sollte und dass sich die diensthabenden ZLS-Bediensteten, denen der Zweckverbandsvorsteher, Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek, unter anderem für ihre Zuverlässigkeit dankte, einmal mehr bewähren würden.
Nachdem die Polizei eine halbe Stunde nach Mitternacht erfahren hatte, dass Wasser über den Staufenberger Weg läuft, war klar, dass Gefahr im Verzug ist, weil das Thermometer um die acht bis zehn Grad Celsius unter Null anzeigte. Das Wasser fror und vereiste die Fahrbahn. Die Polizei alarmierte die Bereitschaft des ZLS, die gegen 0.50 Uhr im Staufenberger Weg war.
Die ZLS-Bediensteten hatten Glück, wie der technische Angestellte im Bereich »Wasserversorgung«, Bernd Braun, gestern im Gespräch mit der »Allgemeinen Zeitung« berichtete. »Relativ schnell« entdeckten sie die Schadstelle im Fußweg am Staufenberger Weg etwa am Ende des CBES-Geländes in Richtung Staufenberg in Höhe des Wendehammers. Gebrochen war das Rohr des Wasserleitungsanschlusses der Gesamtschule. Wiederum glücklicherweise gelang es sofort, so Braun weiter, den Schieber abzudrehen und den Wasserzufluss zur Straße zu stoppen.
Auf der Fahrbahn war ausgelaufenes Wasser mittlerweile auf einem Abschnitt von etwa 60 bis 80 Metern gefroren. Die ebenfalls alarmierte Straßenmeisterei verfügte die Sperrung umgehend, weil es zu gefährlich gewesen wäre, ahnungslose Kraftfahrer etwa ihrem Schicksal zu überlassen.
Die Fachfirma aus Lohra, die auf solche Fälle und auf Nachtarbeit eingestellt ist, ortete den Wasserrohrbruch ganz genau, baggerte die unmittelbare Umgebung auf und hatte die Reparaturarbeiten gegen 4 Uhr beendet. Wiederum die Sache der ZLS-Bediensteten war es anschließend, die Leitung zu spülen. Um 9 Uhr hatte die Fachfirma die Schadstelle im Fußweg an der Schule bereits geteert. Der Straßenmeisterei konnte gemeldet werden, dass die Arbeiten zur Behebung des Rohrbruchs beendet sind. Sie wartete noch ein Weilchen, ehe sie den Staufenberger Weg wieder freigab.
Bernd Brauns Schlusswort war knapp und prägnant: »Ja, es war eine kurze Nacht für die Mitarbeiter, die heute schon wieder weitermachen. Aber dafür sind wir ein Versorgungsbetrieb.« Was wäre geworden, wenn die CBES - von der Küche der Mensa über Handwaschbecken oder Kaffeemaschinen bis zu den Toiletten - vielleicht ein paar Stunden, wenn auch am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, von der Wasserversorgung abgeschnitten gewesen wäre?
ZLS-Geschäftsführer Becker konnte mit der Bereitschaft des Bereiches »Wasserversorgung« hochzufrieden sein, dankte »seinen Leuten« selbstverständlich für ihren aufwendigen Nachteinsatz und sagte gestern Mittag am Telefon: »Es hat alles sehr gut funktioniert - ein eingespieltes Team.« Der ZLS-Vorstand - die Bürgermeister Dr. Wieczorek (Lollar), Horst Münch (Staufenberg) und Gerhard Schmidt (Wettenberg) - werden die geleistete »ganze Arbeit« sicher ebenfalls zu würdigen wissen.
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