Verbandsversammlung vom 30.09.2009
Auszug aus der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 06.10.2009
»Oberhof IV«-Erschließung in Mainzlar wird kostengünstiger
Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg beschloss Nachtrag des Wirtschaftsplanes 2009 einmütig
Lollar /Staufenberg (mb). Der Wirtschaftsplan 2009 des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg (ZLS) – gegliedert in die drei Bereiche »Wasserversorgung«, »Abwasser« und »Kanal« – ist der Entwicklung der vergangenen Monate angepasst. Die Verbandsversammlung des ZLS verabschiedete in einer Sitzung am Donnerstagabend im Schulungsraum der Betriebszentrale am Sandweg in Lollar den ersten Nachtrag des Wirtschaftsplanes einstimmig. In der Sitzung unter der Leitung des Vorsitzenden der Verbandsversammlung, Johannes Fuhrmann (SPD) aus Staufenberg, waren von ZLS- Geschäftsführer Jochen Becker zuvor die wesentlichen Änderungen erläutert worden, die sich im Lauf dieses Jahres ergeben hatten. In der Sitzung im Schulungsraum war der ZLS Verbandsvorstand mit dem Verbandsvorsteher, Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek (Lollar), den Bürgermeistern Horst Münch (Staufenberg) und Gerhard Schmidt (Wettenberg) sowie dem Ersten Stadtrat Bernd Maroldt (Lollar) vertreten. Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg beschloss Nachtrag des Wirtschaftsplanes 2009 einmütig
Zur Ausgabenseite des Vermögensplanes der Wasserversorgung teilte der ZLS-Geschäftsführer mit, dass zwei Positionen, die sich auf den Bau der Ortsumfahrung Mainzlar im Zuge der Landesstraße 3146 beziehen, mit dem Nachtrag abgesetzt wurden, weil sie in diesem Jahr nicht mehr zum Zuge kommen können.Zum einen sind es rund 69 000 Euro für Leitungsverlegungen auf Kosten des Landes Hessen und zum anderen rund 71 000 Euro für Leitungsverlegungen auf Kosten des ZLS.Von 54 000 auf 74 000 Euro wurde dagegen der Ausgabeansatz für die Sanierung der Vorkammer im »Buderus«-Hochbehälter am Staufenberger Weg in Lollar angehoben. Diese Arbeiten sind derzeit im Gang und stehen vor dem baldigen Abschluss.
Von 180 000 auf 15 000 Euro wurden die in diesem Jahr vorgesehenen Ausgaben für den ersten Bauabschnitt der Sanierung des Wasserhochbehälters »Weidhof« (Mainzlar) gesenkt, weil der hohe Betrag noch nicht benötigt wird. Abgesetzt sind 130 000 Euro für die Erneuerung der Wasserleitung in der Straße »Am alten Bahnhof« in Lollar, da diese Maßnahme verschoben werden musste, und 15 000 Euro für die Erneuerung der Schaltanlagen des Tiefbrunnens in Mainzlar, die erst 2010 vorgenommen wird. Neu kamen in den Wirtschaftsplan 35 000 Euro für ein Teilstück der Wasserleitung in der Straße »Kirschgarten« in Lollar, deren Oberflächensanierung im Zuge der Konjunkturförderung nach dem hessischen Sonderinvestionsprogramm ansteht.
Im Vermögensplan des Bereiches »Abwasser« wurden 12 000 Euro zum Einbau einer Kulissentauchwand für den Regenüberlauf »Hainbach« in Daubringen, 11 500 Euro für die Erneuerung der Schaltanlage zur Dosierung des Eisen-III Chlorids und 9000 Euro zur Erneuerung des Schaltschrankes im Pumpwerk Odenhausen abgesetzt. Neu kamen mit dem Nachtrag in den Wirtschaftsplan 200 000 Euro für ein »intelligentes Reglersystem« zur Effizienzsteigerung der Kläranlage des ZLS und 10 000 Euro für ein Projekt zur ökologischen Aufwertung der Anlage.
Zum Vermögensplan »Kanal« führte Geschäftsführer Becker aus, dass der Betrag für die Erschließungmaßnahme »Oberhof IV« in Mainzlar von 258 000 auf 215 000 Euro gesenkt werden konnte, weil die Arbeiten kostengünstiger ausgeführt werden können als ursprünglich erwartet worden war. Aus dem Plan wurden 60 000 Euro genommen, die für die Erschließungsmaßnahme »Am alten Bahnhof« in Lollar vorgesehen waren. Als neue Ausgaben sind 80 000 Euro für die Auswechslung des Kanals in der Straße »Kirschgarten« in Lollar und 17 000 Euro für die Erschließung einer Stichstraße zum Deutschen Paket- Dienst (DPD) in Mainzlar eingesetzt.
Als Mitglied der Verbandsversammlung zeigte sich der Lollarer Stadtverordnete Arthur Wagner (SPD) mit den beabsichtigten Arbeiten im »Kirschgarten« zufrieden, weil sie notwendig seien, und sagte zum sichtlichen Entsetzen seines Gegenübers, des Lollarer Stadtverordneten Gerald Weber (CDU), der Bau eines Kreisverkehrsplatzes Giessener Straße/Kirschgarten/Holzmühler Weg sei zwar zurückgestellt, »aber sicher nicht gestorben«. Die CDU und Bündnis 90/Die Grünen hatten den von der SPD/FWG-Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung Lollar beschlossenen Kreiselbau an der versetzten Einmündung Kirschgarten/Holzmühler Weg in den vergangenen Monaten heftig bekämpft, doch der Beschluss zum Kauf des erforderlichen Geländes und zur Finanzierung des Grunderwerbs, dessen Aufhebung die CDU verlangen will, steht nach wie vor. Deshalb waren Ausgaben zur Schaffung der Voraussetzungen für den Kreiselbau logischerweise in den Entwurf des Nachtragshaushalts 2009 der Stadt Lollar aufgenommen worden, hatten Weber und die weitere CDU-Fraktion aber »verwundert«. Von Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek, der den Kreiselbau mit der Mehrheit der Stadtverordneten ausdrücklich befürwortet, waren weitere Schritte zur Schaffung des Kreisverkehrsplatzes zumindest vorerst ausgesetzt worden, nachdem einer von zwei Eigentümern der Grundstücke, die für den Kreiselbau benötigt werden, unerfüllbare finanzielle Forderungen an die Stadt gerichtet hatte.
Auszug aus dem Gießener Anzeiger vom 05.10.2009
Wasserverband macht knapp 19000 Euro Plus
Jahresabschluss 2008 beim Zweckverband Lollar/Staufenberg vorgelegt - Versammlung billigt Nachtragsplan
LOLLAR/STAUFENBERG (sl). Von einem gesunden Betrieb des Zweckverbandes Lollar/Staufenberg (ZLS), im Bereich der Wasserversorgung und des Kanals, sprach Geschäftsführer Jochen Becker während der Verbandsversammlung im Schulungsraum der Betriebszentrale. Der Jahresabschluss weise dabei die gleichen Vorzeichen aus wie das Jahr 2007, und ebenfalls gebe es wieder eine gesunkene Wasserabgabe.
Reinhard Kuck vom Büro Bechthold und Bechthold aus Wetzlar gab den Prüfbericht des Jahresabschlusses 2008 des ZLS. Beim Betrieb Wasser (Volumen 1.828.658,90 Euro) ergab sich trotz geringerer Wasserabgabemengen, aber wegen gestiegener Wasserpreise ein Ergebnis von 18.799,89 Euro. Beim Abwasser war dies 369.649 Euro, und beim Kanal 157.701,92 Euro. Dies bedeutet ein Gesamtergebnis von 546.151,57 Euro, gegenüber dem Jahr 2007 ein Minus von 149.563,06 Euro. Die Bilanzsumme gab Kuck mit 38,58 Millionen Euro an. Da sich keine Beanstandungen ergaben, wurde dem Vorstand und dem Geschäftsführer einstimmig Entlastung erteilt.
Zum Tagesordnungspunkt Beratung und Beschlussfassung über den Entwurf des ersten Nachtrags zum Wirtschaftsplan 2009 wurde der Jahresüberschuss beim Betrieb Wasserversorgung aus dem Jahr 2008 von 18.799,89 Euro auf neue Rechnung übertragen, beim Abwasser geht der Gewinn von 189.184,76 Euro und der anteilige Jahresüberschuss von 310.815,24 Euro in die allgemeine Rücklage, sowie der restliche Jahresüberschuss von 58.834,24 Euro auf neue Rechnung. Auch der Gewinn beim Kanal aus dem Vorjahr von 104.213,96 und der anteilige Jahresüberschuss von 95.786,04 Euro wird der allgemeinen Rücklage zugeschlagen. Der restliche Jahresüberschuss von 61.915,88 Euro geht ebenfalls auf neue Rechnung. Der erste Nachtrag im Erfolgsplan wurde bei Ertrag und Aufwand mit 6.382.346,20 Euro festgesetzt, im Vermögensplan sind dies bei Einnahmen und Ausgaben 4.287.565,42 Euro. Dabei erläuterte Geschäftsführer Becker, dass die für die Ortsumgehung notwendige Umverlegung der Wasserleitungen erst im zweiten Bauabschnitt des Straßenbaus im Jahr 2010 zur Ausführung kommt, der Ansatz von 71.000 Euro wurde deshalb wieder abgesetzt.
Zusätzlich 20000 Euro wurden für das Belüftungssystem am Hochbehälter Buderus eingestellt, und für den Hochbehälter Weidhof verbleibt lediglich ein Ansatz von 15.000 Euro für die noch laufenden Ingenieurleistungen, da aufgrund einer Vielzahl von Investitionsmaßnahmen 2009 eine Vorbereitung dieser Sanierung zeitlich nicht möglich war, und nach 2010 verschoben werden musste. 35.000 Euro sind für einen Teilbereich der Auszuwechselnden Wasserleitung im Kirschgarten vorgesehen.
Im Bereich Abwasser werden zusätzlich 10.000 Euro für eine ökologische Aufwertung der Kläranlage veranschlagt, und 200.000 Euro für ein Reglersystem zur Effizienzsteigerung der Kläranlage eingesetzt. Beim Vermögensplan Kanal stehen jetzt nur noch 215.000 Euro statt der ursprünglich vorgesehenen 258.000 Euro für Erschließungsmaßnahmen beim Baugebiet Oberhof IV in Mainzlar, da nach dem derzeitigen Bautenstand die Maßnahme günstiger als vorgesehen realisiert werden kann. Auf Null gesetzt wurden Erschließungsmaßnahmen "Am alten Bahnhof", die mit 60.000 Euro angesetzt waren, aber erst 2010 zur Ausführung kommen. In einem Teilbereich muss im Kirschgarten in Lollar der Kanal ausgewechselt werden, wofür 80.000 Euro angesetzt wurden und 17.000 Euro stehen für die vorgesehene Straßenbaumaßnahme der Kanalverlegung in Mainzlar in der Stichstraße des Gewerbegebietes. Die Verbandsversammlung genehmigte einstimmig den ersten Nachtrag.
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